Freitag, 5. April 2013

AusdruckVonAerger

Streit
Bevor es zu solchen AuseinanderSetzungen wie im Bild links kommt, sollten wir Menschen uns zunaechst einmal darueber klar werden, welches Ziel wir verfolgen wollen, wenn wir mit anderen Menschen in Kontakt und Austausch, sprich "Kommunikation" gehen. Erste Zeichen in uns selbst geben durchaus Hinweise darueber, welcher Grad der Erregung in uns selbst herrscht und wie erfolgreich wir darin sein werden, diese Erregung auf unsere MitMenschen uebertragen zu koennen. Der erste Grad von Betroffenheit: 
Abneigung
Die Haltung von Abneigung

Abneigung bedeutet, ich moechte mit dem, was da von außen an mich herangetragen wird, absolut nichts  zu tun haben. Meine Leugnung der AnteilNahme laesst schon auf eine gewisse Resonanz zu dem SachVerhalt schließen. Ich jedoch distanziere mich davon und stelle mich untaetig und unbeteiligt und vor allem "unberuehrt". Das kann schon die erste Stufe einer Luege sein. Denn in Wirklichkeit hat mich die Sache beruehrt.  Haelt der Zustand an und ändert sich am SachVerhalt nichts, steigert sich der Konflikt. Und der Grad der ErRegung  
Zorn
waechst zum Zorn
Ich habe nur noch bedingte Kontrolle ueber meine Gefuehle und die ausgesendeten KoerperSignale stehen in deutlichem Widerspruch zu meinen vielleicht durch Disziplin zurueckgehaltenen Aeußerungen. Spaetestens hier beginnt der so genannte "Gesichtsverlust" Platz zu greifen. Gedanken der Rache und Vergeltung schleichen sich ein und Drohungen und die Moeglichkeit zu gewalttaetigen Handlungen werden in Erwaegung gezogen. Auch hier koennte noch eine geschickte Intervention vor dem Schlimmsten retten. 
Jede weitere Eskalation fuehrt zum Regel- oder VertragsBruch
VertragsBruch
  und endet im totalen Krieg! Deshalb, denke ich, waere es sinnvoll, sich vorher Schritte zu ueberlegen, wie eine Eskalation zu vermeiden waere und eine Rueckkehr auf die Ebene einer gleichberechtigten Verstaendigung moeglich wird. 
Dazu halte ich die Ehrlichkeit und das Eingestaendnis von eigenen GefuehlsZustaenden als fuer eine unabdingbare Notwendigkeit, welche sich in der Kette der sich zuspitzenden AuseinanderSetzung als regelrechter FeuerLoescher herausstellen koennen. 
Feuerlöscher

Meist erzeugt das Verdraengen eigener Gefuehle einen inneren Alarmzustand und es gebiert sich daraus eine Not des Koerpers, welcher sich unbeachtet und uebergangen fühlt. Sicherlich haben manche ZeitGenossen es geschafft, diesen Alarmzustand bis zu einem gewissen Grad in den Griff zu bekommen. Aber dieses sich "zusammenreißen" bewirkt, dass der GefuehlsZustand des Kontrahenden auch nicht wahr- und angenommen wird und dessen Zustand sich auch staendig verschlechtert. 
Verzweiflung

Diese nicht gesehene Verzweiflung verschafft sich unterbewußt auf ungewollten Wegen Platz und verschaerft das AggressionsPotential. 
Die KampfBereitschaft steigt und will sich ausdruecken. Das kann nur noch durch Deeskalation und Verstehen der eigenen GefuehlsWelt und der GefuehlsWelt des Anderen geregelt werden, wenn 'mensch' HandGreiflichkeiten oder andere unerwuenschte Konsequenzen vermeiden moechte! 
Aerger sollte grundsaetzlich benannt werden. 
Baby_schreit
Babies und kleine Kinder stehen noch in engem Kontakt zu ihrer Natur und nehmen sich die Freiheit, ihrem Aerger Ausdruck zu verleihen. Warum tun wir das als Erwachsene nicht mehr? Kennen wir keine angemessene Form des Ausdrucks von Aerger? Warum stehen Zorn und Aerger in der Bewertung und RangOrdnung der Gefuehle an unterster Stelle? Wer verbietet es uns heute noch, allein den Anflug von Aerger wahr- und anzunehmen? Waere es nicht an der Zeit, für das natuerlichste aller Gefuehle endlich eine adaequate Form des Ausdrucks zu finden und damit wesentlich zur DeEskalation und zum Frieden in der Welt beizutragen?