Achtsames Umgehen mit den eigenen Gefühlen und vor allem
den Gefühlen anderer Menschen.
Ich bin der Ansicht, dass ein achtsames Vorgehen mit so
genannten „Neuigkeiten“ in der Welt und eine gewisse Zurückhaltung, was
Bewertungen anbelangt wesentlich zum Frieden beitragen können.
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| Der Rufer |
Dazu gehört meines Erachtens auch, dem Gefühl, das eine
Botschaft beinhaltet, erst einmal selbst nachzuspüren und zu diesem eigenen
Gefühl Stellung zu nehmen, bevor ich sie quasi ungefiltert und „brühwarm“
weitergebe.
Ein offenes Bekenntnis zu diesem Gefühl kann wesentlich dazu
beitragen, dass ich mich wieder beruhige und diesen Frieden und das Verständnis
um die Geschehnisse weitergebe – nicht den Unfrieden.
Ärgernis und Empörung.
Wenn ich Unfrieden in mein Haus lasse, reagiert der Körper
sofort mit der Reaktion „Wut“. Wut soll das, was mich wütend macht, den
Verursacher also, hinauswerfen und so den Frieden wieder herstellen.
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| Der Türsteher |
Dabei bin ich als Hüter meines Hauses gefragt und
verantwortlich. Wenn ich zulasse, dass mein Frieden in Unfrieden umschlägt, ist
erst einmal niemand anderes für diesen Unfrieden verantwortlich.
Und alle Reaktionen, welche auf die entbrannte Wut folgen,
sind meine Taten und meine Schuld, sobald ich Leid damit bei anderen Menschen
erzeuge.
Leid kann auch bedeuten, dass ich jemanden, der nicht
unmittelbar mit mir im Kontakt steht, be-leid-ige,
weil ich sein Ansehen in der Öffentlichkeit
durch meine Aussagen schmälere.
Gefühle in der Gruppe.
Wenn sich mehrere Menschen zusammenfinden, um mit einem
Gefühl, mit welchem sie alleine nicht klar kommen, umgehen zu lernen, ist es meiner Erfahrung nach hilfreich, der Betroffenheit der einzelnen Personen dazu Raum zu geben.
Jede
Betroffenheit möchte ernst genommen und angenommen werden. Der Versuch, sich einem Gefühl durch sofortige Handlung zu entziehen, es durch Aktivitäten zu
überdecken, muss fehlschlagen. Gefühle können nur „verwandelt“ und nicht durch
Handlung geändert werden. Sie ändern sich, sobald sie gespürt und angenommen
wurden!
Äußere Umstände.
Sind äußere Umstände die Ursache für ein Gefühl und lassen sie
sich nicht beseitigen, so sehe ich den Weg über die Sprache und Verständigung über
Möglichkeiten einer Lösung als angesagt. In einem solchen Fall halte ich die
allgemeinen KommunikationsRegeln für angebracht, welche die Umgangsformen des
gegenseitigen Respekts und der Achtung im Auge haben und auf Lösungen aus sind,
bei welchen sich keine Partei im Nachteil fühlen muss.